Innovative Leistungsfähigkeit

Nachhaltiger Erfolg kann nur das Unternehmen haben, das marktgerechte Produkte entwickeln und in anforderungsgerechtem Zeit- und Kostenrahmen zur Serienreife führen kann.

Die Merkmale innovativer Leistungsfähigkeit sind:

 

  • systematisches Einbeziehen der Markt- und Kundenanforderungen
  • anforderungsgerechte Anzahl an Neuentwicklungen
  • Bereitstellung qualitäts- und kostengerechter Lösungen
  • kurze, termingerechte Entwicklungszeiten
  • produktive Projektdurchführung und Konstruktionsabwicklung

 

Doch während in den meisten Unternehmen die Produktionsbereiche gezwungenermaßen rationalisiert wurden, liegt auf dem Feld des Innovationsmanagements vor allem bei mittelständischen Unternehmen noch viel Potenzial brach.

 

Die Voraussetzungen für hervorragende Entwicklungsleistungen sind oftmals nicht vorhanden:

 

  • Beherrschung der Produktkomplexität und Variantenvielfalt durch Standardisierung
  • definierte, standardisierte Entwicklungsprozesse
  • aktive Planung und Steuerung des Wertschöpfungsprozesses „Produktentstehung“
  • professionelles, pragmatisches Projektmanagement
  • Verfahren zur abgesicherten und reibungslosen Serieneinführung

 

Um die Innovationskraft eines Unternehmens zu fördern und in nachhaltigen Betriebserfolg umzuwandeln gilt es, die Anforderungen des Marktes nach Individualisierung und den Zwang zu strukturierten Verfahren in Einklang zu bringen.

Kreative Leistungen müssen durch systematische Vorgehensweisen unterstützt werden, die komplexen und dynamischen Elemente von Projekten müssen aktiv gemanagt und sicher ins Ziel geführt werden.

 

Grundlage dafür ist eine sinnvolle Kombination aus Organisationsregeln, effizienten Prozessen und anforderungsgerechter IT-Unterstützung.

 

 


 

Die Unternehmen in Deutschand sind sich ihrer Innovationskraft sehr bewusst und auch die Politik lobt diese Eigenschaft der KMU´s und sieht sie als wichtigste Quelle für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Dem gegenüber steht allerdings die Realität! Nur wenige Unternehmen investieren nachhaltig in diesem Bereich.

 

Dieses Thema beschäftigte auch das Manager Magazin:

 


Aus dem Manager MagazinInnovation im Mittelstand

Zufällige Einfälle

 

Ohne neue Ideen und Produkte kein Wachstum - diese Erkenntnis hat sich im Mittelstand auf breiter Front durchgesetzt. Eine Studie offenbart jedoch, dass das Management von Innovationen oft hinter den hochtrabenden Ansprüchen zurückbleibt.


Politik und Wirtschaft sehen in der Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen die wichtigste Quelle für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Nur wer seine Kunden mit pfiffigen Produktideen überrascht, kann im globalen Konkurrenzkampf bestehen.

 

Von rund 450 deutschen Mittelständlern, die Ende März an der Online-Umfrage teilnahmen, erklären 70 Prozent, sie würden Innovationsziele im Unternehmensleitbild verankern. 85 Prozent bezeichnen sich als innovationsfähig und rechnen mit Umsatzzuwächsen aus zukünftigen Innovationen.

 

So viel zur Theorie. Die Übertragung der guten Strategievorsätze in die Praxis allerdings bereitet vielen Mittelständlern Schwierigkeiten - auch das zeigt die Analyse. Nur 30 Prozent der Unternehmen geben ihren Mitarbeitern demnach die notwendige Zeit, um neue Ideen zu entwickeln. Weniger als 50 Prozent verfügen über einen definierten Innovationsprozess. Und 60 Prozent haben Probleme, Innovationen richtig umzusetzen.

 

Bei der Einbindung von Geschäftspartnern in den Innovationsprozess läuft es ebenfalls nicht rund. Zwar sehen 70 Prozent der befragten Firmen in den Kunden mögliche Entwicklungshelfer, aber nur 60 Prozent greifen tatsächlich auf deren Know-how zurück.

 

Die Hälfte der Studienteilnehmer investiert nach eigenen Angaben überdies nicht genug in Innovationen. 50 Prozent führen weder Markt- noch Wettbewerbsanalysen durch. Doch mit finanziellen Engpässe lässt sich die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht vollständig erklären. Probleme bei der Kapitalbeschaffung und geringes Eigenkapital sehen die Befragten im Zusammenhang mit Innovationen eher unkritisch.

 

Ernüchterndes Fazit: Innovationen im deutschen Mittelstand beruhen zu über 80 Prozent auf dem Zufallsprinzip. Nicht fehlendes Geld, sondern der Mangel am intellektuellen Kapital bremst laut Studie die Umsetzung von Neuerungen. Bei kleinen und mittleren Unternehmen liegt demnach viel Potenzial brach, das bei gezieltem Ressourcen-Einsatz und gutem Innovationsmanagement den langfristigen Erfolg der Unternehmen sichern könnte.

 


Dieser Text stammt aus einem Artikel des Manager Magazins. Dieser Text stammt vom Manager Magazin. Link: Innovation im Mittelstand

Von Jörn Sucher Autor: Jörn Sucher 

 


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